Hüzün

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According to Orhan Pamuk, the melancholy of Istanbul is hüzün, a Turkish word whose Arabic root denotes a feeling of deep spiritual loss but also a hopeful way of looking at life, “a state of mind that is ultimately as life-affirming as it is negating.”

Hüzün is therefore a sought-after state, and it is the absence, not the presence, of hüzün that causes the sufferer distress. “It is the failure to experience huzun,” Pamuk says, “that leads him to feel it.” According to Pamuk, moreover, hüzün is not a singular preoccupation but a communal emotion, not the melancholy of an individual but the black mood shared by millions. “What I am trying to explain,” he writes in this delightful, profound, marvelously original book, “is the hüzün of an entire city: of Istanbul.”

To me it is obvious, that hüzün describes also my feelings of missing Istanbul. For this pictures I used old pictures that I found in antique shops in Kadiköy, istanbul.

Laut Orhan Pamuk ist die Melancholie Istanbuls Hüsün, ein türkisches Wort mit arabischen Wurzeln, welches ein Gefühl des tiefen spirituellen Verlustes beschreibt, aber auch eine hoffnungsvolle Sichtweise des Lebens, „ein Geisteszustand, der ebenso lebensbejahend ist wie er negiert. „

Hüsün ist daher ein gefragter Zustand, und es ist die Abwesenheit, nicht die Anwesenheit von Hüsün, die den Leidenden in Bedrängnis bringt. „Es ist das Unvermögen, Hüsün zu erleben“, sagt Pamuk, „was uns dazu bringt, es zu fühlen.“ Nach Pamuk ist Hüsün zudem keine einsame Beschäftigung, sondern ein gemeinsames Gefühl, nicht die Melancholie eines Individuums, sondern die gemeinsame schwarze Stimmung von Millionen. „Was ich zu erklären versuche“, schreibt er in diesem entzückenden, tiefgründigen, wunderbar originellen Buch, „ist das Hüsün einer ganzen Stadt: von
Istanbul.“

Für mich ist es offensichtlich, dass Hüsün auch meine Gefühl Istanbul zu vermissen, beschreibt. Für diese Arbeit habe ich alte Fotografien benutzt, die ich in Antiquitätenläden in Kadiköy, Istanbul, gefunden habe.

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